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Zurückversetzt: Im Beatles-Museum...
Am Gedenkstein an der Großen Freiheit
Der Vergleich: Große Freiheit 39 (links: 1964, Richard Weize Collection)
Rastede/Hamburg -
Meine zweite Städtereise in diesen Sommerferien sollte mich für einen Tag in die Zeiten des wilden Hamburgs der sechziger Jahre versetzen: Aus der Rasteder Kleinstadtprovinz mitten in eine Welt verruchter Kneipen, aus denen noch heute manchmal schwach das dreckige Gelächter echter Seemänner hallt...
Angekommen mit dem Zug betraten wir nach rund dreistündiger Reise endlich Hamburger Boden. Nach weiteren zurückgelegten Meilen auf Schienen der örtlichen S-Bahn erreichten wir vier schließlich das erste Etappenziel in der norddeutschen Metropole. Direkt am neuen "Beatles-Platz" befindet sich ein Museum, in dem sich die musikalischen Stationen der vier Pilzköpfe aus Liverpool mit Aug' und Ohr wiedererleben lassen.
Mit liebevollen Aufbauten, lehrreichen Informationen und allerlei selten Exponaten führte uns die Ausstellung über vier Stockwerke. Hier bereits begann die Zeitreise ins Hamburg von vor 50 Jahren: Eine nachempfundene Straße voller Musikbars gab dem Besucher das Gefühl mitten in den wilden Zeiten Hamburgs zu sein. Weiter ging es durch die Managerbüros der Beatles-Produzenten, die Abbey-Road-Studios sowie durch die bunte Welt des bahnbrechenden Albums "Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band".
Ein Fanshop mit zahlreichen Artikeln rund um Hamburg und der Band, die die Stadt Anfang der sechziger Jahre gehörig aufmischte, schloss sich dem Museum an.
Nächster Stop, kaum 100 Meter weiter, war die "Große Freiheit", eine der berüchtigtsten Vergnügungsstraßen auf St.Pauli. An eben dieser Straße lag von 1962 bis 1969 der Star-Club, Anlaufstelle für die Jugend Hamburgs.
Nach dem Krieg war einiges an Populärkultur aus den USA über den Atlantik geschwappt, unter anderem auch die wilde, beim Spießbürgertum verpönte Rock 'n' Roll Musik, die sich schnell in Europa verbreitet hatte. So war auch der Star-Club einer der vielen Hamburger Rock 'n' Roll-Kneipen auf dem Kiez.
Größere Bekanntheit erlangte der Club, da auch die Beatles hier eine ganze Weile spielten. Doch nicht nur die damals noch sehr unbekannten Engländer traten auf die Holzbretter der Star-Club-Bühne, auch die amerikanischen Rock-Größen wie Jerry Lee Lewis, Chuck Berry, Little Richard, Ray Charles, Fats Domino und Jimi Hendrix präsentierten ihre Hits der begeisterten Jugend. An dieser Stelle sei jedem Musik-Fan die Platte "Live At The Star Club, Hamburg" von Jerry Lee Lewis aus dem Jahre 1964 unbedingt empfohlen.
Im Jahre 1987 zerstörte ein Brand die inzwischen leer stehenden Räumlichkeiten. An der Stelle im Hinterhof der Großen Freiheit 39 steht nun ein mannshoher Gedenkstein, der an die Leistungen der Gründerväter erinnert.
Der Zug gen Heimat brachte uns dann nach und nach zurück ins 21. Jahrhundert. Um 23:45 Uhr zischten die Bremsen der Nordwest-Bahn schließlich für uns wieder am Rasteder Bahnhof. Ein anstrengender Tag mit vielen Höhepunkten neigte sich damit dem Ende.
Angekommen mit dem Zug betraten wir nach rund dreistündiger Reise endlich Hamburger Boden. Nach weiteren zurückgelegten Meilen auf Schienen der örtlichen S-Bahn erreichten wir vier schließlich das erste Etappenziel in der norddeutschen Metropole. Direkt am neuen "Beatles-Platz" befindet sich ein Museum, in dem sich die musikalischen Stationen der vier Pilzköpfe aus Liverpool mit Aug' und Ohr wiedererleben lassen.
Mit liebevollen Aufbauten, lehrreichen Informationen und allerlei selten Exponaten führte uns die Ausstellung über vier Stockwerke. Hier bereits begann die Zeitreise ins Hamburg von vor 50 Jahren: Eine nachempfundene Straße voller Musikbars gab dem Besucher das Gefühl mitten in den wilden Zeiten Hamburgs zu sein. Weiter ging es durch die Managerbüros der Beatles-Produzenten, die Abbey-Road-Studios sowie durch die bunte Welt des bahnbrechenden Albums "Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band".
Ein Fanshop mit zahlreichen Artikeln rund um Hamburg und der Band, die die Stadt Anfang der sechziger Jahre gehörig aufmischte, schloss sich dem Museum an.
Nächster Stop, kaum 100 Meter weiter, war die "Große Freiheit", eine der berüchtigtsten Vergnügungsstraßen auf St.Pauli. An eben dieser Straße lag von 1962 bis 1969 der Star-Club, Anlaufstelle für die Jugend Hamburgs.
Nach dem Krieg war einiges an Populärkultur aus den USA über den Atlantik geschwappt, unter anderem auch die wilde, beim Spießbürgertum verpönte Rock 'n' Roll Musik, die sich schnell in Europa verbreitet hatte. So war auch der Star-Club einer der vielen Hamburger Rock 'n' Roll-Kneipen auf dem Kiez.
Größere Bekanntheit erlangte der Club, da auch die Beatles hier eine ganze Weile spielten. Doch nicht nur die damals noch sehr unbekannten Engländer traten auf die Holzbretter der Star-Club-Bühne, auch die amerikanischen Rock-Größen wie Jerry Lee Lewis, Chuck Berry, Little Richard, Ray Charles, Fats Domino und Jimi Hendrix präsentierten ihre Hits der begeisterten Jugend. An dieser Stelle sei jedem Musik-Fan die Platte "Live At The Star Club, Hamburg" von Jerry Lee Lewis aus dem Jahre 1964 unbedingt empfohlen.
Im Jahre 1987 zerstörte ein Brand die inzwischen leer stehenden Räumlichkeiten. An der Stelle im Hinterhof der Großen Freiheit 39 steht nun ein mannshoher Gedenkstein, der an die Leistungen der Gründerväter erinnert.
Der Zug gen Heimat brachte uns dann nach und nach zurück ins 21. Jahrhundert. Um 23:45 Uhr zischten die Bremsen der Nordwest-Bahn schließlich für uns wieder am Rasteder Bahnhof. Ein anstrengender Tag mit vielen Höhepunkten neigte sich damit dem Ende.
Schlagworte: Hamburg, Rock 'n' Roll, Zeitreise
Geschrieben auf: mein-rastede.de
Verknüpft mit der Gruppe: Musikliebhaber
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Kommentar 9/9
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BetreffErster KontaktDatum28.7.2010, 19:55 UhrAutorJustin HibbelerTextAn Bettina: Ja, auch ich habe einen der ersten Kontakte mit den Beatles in der Schule gehabt. Meine Klassenlehrerin hat uns in der 4. Klasse das Lied "Yellow Submarine" vorgespielt. Davon war ich schwer angetan!
An Christian: Ja, das finde ich auch. Wenn man die damaligen Kompositionen mit heutiger Radio-Musik vergleicht, hat sich lediglich der Aufnahmeklang etwas perfektioniert. Viele Tricks und Kniffe sind tatsächlich gleich geblieben und haben damit ja nachweislich erheblichen Einfluss ausüben können.
Mir ist lediglich die CD vom ReBeatles-Projekt bekannt (2010), auf der sich vier Jungs aus dem Ruhrgebiet mit Beatles-Klang an moderne Popsongs wagen. Diese Truppe war übrigens kurz vorher in Rastede aufgetreten ;-)
Kommentar 8/9
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BetreffBeatles 2010Datum28.7.2010, 12:51 UhrAutorChristian SchwarzTextIm Prinzip haben doch die Beatles damals schon Rock- und Popmusik gemacht, wie wir sie heute gewohnt sind, oder? Es gab doch vor ein paar Jahren mal ein bearbeitetes Beatles-Album mit neu arrangierten Songs. Die klangen nicht anders als moderne Musik...
Kommentar 7/9
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BetreffIchDatum28.7.2010, 11:22 UhrAutorIngrid SchulzTextfinde es interessant, dass heutzutage auch die jungen Leute diese Musik mögen, die wir früher mochten und immer noch mögen. Früher haben wir uns damit von den Eltern abgegrenzt und gegen die Eltern aufgelehnt. Meine Mutter sagt heute noch, wenn sie in mein Auto steigt und das Radio angeht: "Warum hörst du denn englische Musik?" Volksmusik und Blasmusik sind doch viel schöner :)
Kommentar 6/9
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BetreffEn toller BerichtDatum28.7.2010, 10:36 UhrAutorEdelgard ChristiansTextHallo Justin, mit diesem Bericht hast Du so einiges in mir aufgewühlt, denn das war meine Zeit. Eine knappe halbe Stunde zu Fuß entfernt habe ich in der Zeit gewohnt und so war ich bei vielen Anlässen dabei. Es war einfach nur super und nun hast Du mich wieder voll daran erinnert. Schön das es Dir auch so gut gefallen hat.
Liebe Grüße
Edelgard
Kommentar 5/9
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BetreffDas waren tolle Zeiten...Datum28.7.2010, 8:30 UhrAutorEva StaschenTextJustin, super geschrieben, wie immer! -
Hamburg ist eine tolle Stadt, muß unbedingt auch mal
wieder hin - Großstadtluft schnuppern!
Die Beatles waren damals eine Revolution, die Musik, die langen
Haare... damit fing die "wilde Zeit" an...! Auch die anderen
von Dir aufgeführten Rock-Größen... sensationell, ich bin bis zur
heutigen Zeit total begeistert!
Freut mich, daß Du wieder einen solch interessanten Tag erleben
konntest!
Liebe Grüße
EVA
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