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So 19.9.2010 17.41 Uhr | Anja v. Waaden-Arnken | Alle Artikel

Im Wandel der Zeit


Geschichte | Ortsgeschichte(n)

Das Haus um 1875 - Anja v. Waaden-Arnken
Das Haus um 1875
Haus um 1912, Oldenburger Straße ist noch ein Sandweg - Anja v. Waaden-Arnken
Haus um 1912, Oldenburger Straße ist noch ein Sandweg
Haus um 1920, jetzt kann man die Klinker auf der Oldenburger Straße erkennen - Anja v. Waaden-Arnken
Haus um 1920, jetzt kann man die Klinker auf der Oldenburger Straße erkennen
Rastede/Hankhausen - Im Zuge von Renovierungsarbeiten habe ich einige alte Bilder von unserem Haus gefunden und möchte sie hier gerne zeigen.

Wie sich so ein Haus doch in 100 Jahren ändert. Das Haus ist von Anfang an im Eigentum der Familie meines Mannes, wurde um 1872 erbaut und ursprünglich als landwirtschaftlicher Betrieb mit kleinem Kolonialwarenladen und einer Schankwirtschaft geführt. Die Namensänderungen über der Haustür sind dadurch erklärbar daß die Familie meines Mannes fast immer weibliche Nachkommen hatte und diese dann einen Mann mit anderen Nachnamen geheiratet haben.
Der Name Ahlers auf dem aktuellen Bild ist der des Großvaters meines Mannes, seit er die Gastwirtschaft geführt hat ist der Namenszug nicht wieder geändert worden und soll auch so erhalten bleiben.

Damals war die Oldenburger Straße noch ein Sandweg und es fuhren viele Pferdefuhrwerke von Oldenburg nach Rastede und zurück und die Schankwirtschaft mit kleinem Kolonialwarenladen wurde gerne zu einer Pause angesteuert.

1912 wurde ein Teil des alten Hauses entfernt und das heutige eigentliche Haupthaus gebaut. Zu der Zeit wurde die Oldenburger Straße auch geklinkert, auf dem Bild erkennt man daß damals auch auf der anderen Straßenseite noch große Bäume standen die dem Ausbau der Oldenburger Straße dann ein paar Jahre später zum Opfer fielen.

In das neue Haus wurde nun eine Gastwirtschaft mit eingebaut, gekegelt wurde damals noch im Garten, draußen auf einer Holzbahn. 1962 wurde dann eine richtige Kegelbahn gebaut in der die ersten Jahre aber die Kegel immer noch von Hand aufgestellt wurden. Dies wurde meist von ortansässigen Jugendlichen erledigt die sich damit ein paar Mark verdienten.
Mitte der siebziger Jahre wurde die Kegelbahn mit einer Elektronik ausgestattet die bis zum heutigen Tage noch funktioniert und auch noch genutzt wird.

1993 haben mein Mann und ich das Dachgeschoß des Hauses zu einer Wohnung ausgebaut in der wir seit 1994 wohnen.

Wenn ein Haus so alt wird gibt es immer neue Dinge zu entdecken und ich werde sicherlich noch auf andere Fundstücke zurückkommen und darüber berichten.

Da hier nur 3 Fotos eingefügt werden können, habe ich für Interessierte noch zwei weitere in ein Album eingefügt.

Schlagworte: Haus, Rastede, alt

Geschrieben auf: mein-rastede.de


Kommentar 4/4

  • Betreff
    Kegeln
    Datum
    23.3.2011, 21:05 Uhr
    Autor
    Tanja Brunßen-Gerdes
    Text
    Hallo Anja,
    ich kann mich auch sehr gut an Eure Kegelbahn erinnern, meine Mutter und meine Oma haben bei Euch mal gekegelt, ich durfte immer abends mit fahren wenn mein Vater die Damen zum Kegeln gebracht hat. Und von Deiner Schwiegermutter bekam ich manchmal einen Lutscher. Ach was waren das noch Zeiten. Heißt Deine Schwiegermutter nicht auch Erika?

Kommentar 3/4

  • Betreff
    Kegelbahn
    Datum
    19.9.2010, 19:45 Uhr
    Autor
    Anja v. Waaden-Arnken
    Text
    Hallo Dirk, ja die Kegelbahn ist noch aktiv und auch die Gastwirtschaft! Sie wird aber nur noch ganz klein geführt von meiner Schwiegermutter der es gesundheitlich nicht mehr so gut geht. Ich unterstütze sie hier soweit es mir möglich ist. So ist es den paar Kegelvereinen die hier schon seit ewigen Zeiten kegeln möglich noch bei uns zu kegeln und es gibt am Sonntagmorgen noch immer einen Stammtisch von ein paar Alteingesessenen. Offiziell ist die Gastwirtschaft und auch die Kegelbahn noch in Betrieb aber man darf halt keinen Komfort erwarten. Die lieben Leute die hier kommen kennen und akzeptieren es so wie es ist und das ist auch gut so. Solange die Kegelbahn noch läuft und die Instandhaltung uns finanziell nicht auffrißt wird sie weitergeführt. Wo sollen die alten Vereine denn auch hin, überall werden die Wirtschaften geschlossen und Kegelbahnen gibt es sowieso nur noch wenige. Kegeln ist aber auch ein aussterbender Sport m. E., man muß sich nur mal die Beteiligung beim Gemeindepokalkegeln anschauen. Der Stenographenverein hat übrigens bis Ende letzten Jahres noch hier gekegelt wenn es denn der gleiche Verein war.Gruß Anja

Kommentar 2/4

  • Betreff
    Im Wandel der Zeit
    Datum
    19.9.2010, 19:08 Uhr
    Autor
    Dirk Busker
    Text
    Hallo Anja,
    meine Frage zu der 'Geschichte, wird nur noch die Kegelbahn genutzt, oder auch noch die Gaststätte?
    Ich kann mich noch an Kegelabende erinnern, die Ende 60 Anfang 70 mit dem Stenographenverein dort stattgefunden haben.
    Gruß
    Dirk

Kommentar 1/4

  • Betreff
    Hallo Anja
    Datum
    19.9.2010, 19:05 Uhr
    Autor
    Silke Lorenz
    Text
    ein sehr schöner Artikel. Euer Haus ist ja nicht zu übersehen von der Hauptstraße. An die Gastwirtschaft kann ich mich gar nicht erinnern. Unvorstellbar, dass die damalige Bundesstraße vor noch gar nicht langer Zeit ein Sandweg war.
    Viele Grüße, Silke


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