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Stets fest im Griff hatte die Jägerin ihre Beute, bis es ihr letztlich zu mühsam wurde
Achtlos ließ die Wespe die tote Schmeißfliege im Gras zurück
Im Garten -
Während ich die noch kühlen Morgenstunden des heißesten Tages dieses Sommers nutzte, um den Rasen zu mähen, kam ich dabei an einem kleinen Birnbaum vorbei, unter dem sich eine Schar Insekten an einigen herabgefallenen Früchten zu schaffen machte. Überwiegend waren es Wespen, aber auch einige Exemplare des "Admirals", einem hübschen Tagfalter.
Immer noch etwas frustriert von dem Vorfall mit der Taube, nahm ich mir vor, diese Scharte nun auszuwetzen und mindestens einen von ihnen auf Chip zu bannen.
Zunächst war jedoch Rasen mähen angesagt und nachdem das erledigt war, eilte ich zu meinem wohlbekannten silbernen Köfferchen.
Nein, dieses Mal lag die Kamera nicht in Einzelteilen in selbigem, sondern, man höre und staune, stand schussbereit auf ihm. Nur das Teleobjektiv musste gegen das Makro getauscht werden und schon konnte es losgehen.
Wie hätte es auch anders sein können; als ich bei dem Birnbaum ankam, war kein einziger Schmetterling mehr zu sehen. Nur jede Menge Wespen und einige andere Tierchen. Eines von ihnen erregte dennoch meine Aufmerksamkeit.
Offenbar handelte es sich um eine Art Raubwespe, die eine Schmeißfliege erbeutet hatte und sich nun anschickte, diese abzutransportieren.
Wie es schien, war das aber wohl leichter gesagt als getan. Da ihre Beute ebenso groß war, wie sie selbst, gelang es ihr nicht, vom Boden abzuheben. Also versuchte sie es mehr oder weniger zu Fuß.
Das war meine Chance. Ich legte mich lang auf den Boden und rückte dem Tier mit meinem Makroobjektiv zu Leibe.
Da ich zurzeit eindeutig einige Kilos zu viel auf den Rippen habe, dürfte mein Anblick dabei einem über den Strand robbenden Seebären geglichen haben.
Doch auch mit einer Wespentaille kann man offenbar "Gewichtsprobleme" haben. Dies zeigte mir das kleine Insekt, indem es immer wieder versuchte abzuheben, jedes Mal aber nur höchstens 20cm weiter kam. Nach jedem gescheiterten Startversuch musste es offenbar verschnaufen und hielt für ein Augenblick inne; stets seine Beute dabei fest im Griff. Diesen Moment nutzte ich jedes Mal, um auf den Auslöser zu drücken. Später wollte ich mir das beste Bild heraussuchen.
Irgendwie tat mir das Tier schon fast leid bei seiner Sisyphusarbeit, als es offenbar selbst die Sinnlosigkeit seines Tuns erkannte, sich von seiner Beute löste, noch ein paar Zentimeter krabbelte, schließlich die Flügel ausbreitete und von dannen flog -- vielleicht zum nächsten Fitnessstudio?
Immer noch etwas frustriert von dem Vorfall mit der Taube, nahm ich mir vor, diese Scharte nun auszuwetzen und mindestens einen von ihnen auf Chip zu bannen.
Zunächst war jedoch Rasen mähen angesagt und nachdem das erledigt war, eilte ich zu meinem wohlbekannten silbernen Köfferchen.
Nein, dieses Mal lag die Kamera nicht in Einzelteilen in selbigem, sondern, man höre und staune, stand schussbereit auf ihm. Nur das Teleobjektiv musste gegen das Makro getauscht werden und schon konnte es losgehen.
Wie hätte es auch anders sein können; als ich bei dem Birnbaum ankam, war kein einziger Schmetterling mehr zu sehen. Nur jede Menge Wespen und einige andere Tierchen. Eines von ihnen erregte dennoch meine Aufmerksamkeit.
Offenbar handelte es sich um eine Art Raubwespe, die eine Schmeißfliege erbeutet hatte und sich nun anschickte, diese abzutransportieren.
Wie es schien, war das aber wohl leichter gesagt als getan. Da ihre Beute ebenso groß war, wie sie selbst, gelang es ihr nicht, vom Boden abzuheben. Also versuchte sie es mehr oder weniger zu Fuß.
Das war meine Chance. Ich legte mich lang auf den Boden und rückte dem Tier mit meinem Makroobjektiv zu Leibe.
Da ich zurzeit eindeutig einige Kilos zu viel auf den Rippen habe, dürfte mein Anblick dabei einem über den Strand robbenden Seebären geglichen haben.
Doch auch mit einer Wespentaille kann man offenbar "Gewichtsprobleme" haben. Dies zeigte mir das kleine Insekt, indem es immer wieder versuchte abzuheben, jedes Mal aber nur höchstens 20cm weiter kam. Nach jedem gescheiterten Startversuch musste es offenbar verschnaufen und hielt für ein Augenblick inne; stets seine Beute dabei fest im Griff. Diesen Moment nutzte ich jedes Mal, um auf den Auslöser zu drücken. Später wollte ich mir das beste Bild heraussuchen.
Irgendwie tat mir das Tier schon fast leid bei seiner Sisyphusarbeit, als es offenbar selbst die Sinnlosigkeit seines Tuns erkannte, sich von seiner Beute löste, noch ein paar Zentimeter krabbelte, schließlich die Flügel ausbreitete und von dannen flog -- vielleicht zum nächsten Fitnessstudio?
Kommentar 6/6
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BetreffHallo HolgerDatum22.8.2009, 13:53 UhrAutorIngrid SchulzTextSehr schön geschrieben und tolle Fotos. Herrlich diese Situationskomik! Hättest du deiner Frau schon einen Fotoapparat geschenkt, hätte sie dich als robbenden Seebären fotografieren können. Wieso eigentlich "Seebär", heißt das nicht "Seelöwe"?
Kommentar 5/6
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BetreffRobbender SeebärDatum22.8.2009, 12:14 UhrAutorArndt BruhnTextTolle Fotos, gut geschrieben. Die Situation hätte ich sehen mögen :-) Gut das du dich mit einem Seebären vergleichst. Bei etwas mehr Gewicht und dann in Küstennähe ... da hätten dich die Greenpeace Aktivisten vermutlich wieder ins Wasser gerollt. Ha, ha. - Gruß Arndt.
Kommentar 4/6
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BetreffWespentailleDatum22.8.2009, 10:30 UhrAutorAnja v. Waaden-ArnkenTextHallo,ich mußte echt lachen, sehr schön geschrieben! Die Fotos sind echt spitze. Weiter so..Gruß Anja
Kommentar 3/6
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BetreffWespentailleDatum21.8.2009, 21:19 UhrAutorEva StaschenTextAlso... ich sehe ALLES bildlich vor mir...zu lustig geschrieben;
super Fotos... , toll gemacht!
Wunderbar, wenn man solch einen Sinn für die Natur und auch für diese Kleinsttiere hat! - SO WIE DU!
Kommentar 2/6
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BetreffEinige Kilos zu vielDatum21.8.2009, 21:07 UhrAutorOttmar LazarTextAuch ich habe eindeutig zu viel auf den Rippen. Hätte ich Normal, oder gar Idealgewicht, müßte mein Vertrauen zur Erdanziehungskraft erst besser werden. Aber zurück zu Deiner Vorstellung eines robbenden Seebären! Man Hätte das Bild zur Not ja mit einem Weitwinkelobjektiv aufnehmen können. Zwinker!!!
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