Artikelansicht
In dem 1966er VW-Käfer von Björn Dickebohm aus Oldenburg, hatte ich Gelegenheit zu einer nostalgischen Spritztour.
Mit fast 6 Metern Länge bot der Buick Electra auf dem Rasteder Treffen ein imposantes Bild.
Leider nicht aus eigener Kraft ging´s in Richtung Worpswede. Im nächsten Jahr wird sein Oldtimer dennoch erneut hier zu sehen sein, versprach mein Cousin.
Rastede -
Am vergangen Sonntag wurde Rastede erneut zum El Dorado der Fans alter Autos und Motorräder.
Weit mehr als 600 Teilnehmer waren nach Angaben des Veranstalters gekommen und lockten bei geöffneten Geschäften und sommerlichen Temperaturen zudem mehrere Tausend Gäste aus nah und fern in den Ort.
Für mich bot die dritte Auflage dieser vom Old- & Youngtimer Club Rastede erneut perfekt organisierten Veranstaltung erstmals Gelegenheit, sie z. T. auch aus der Perspektive eines Teilnehmers erleben zu können.
Ein Cousin, der lange Zeit in Amerika gelebt hat und nun seinen Ruhestand in der Nähe von Worpswede verbringt, hatte seine Teilnahme angekündigt. Sein "Souvenir" aus den USA, ein BUICK Electra, Baujahr 1966, wollte er nun auch hier zeigen. Zudem war es für uns eine Gelegenheit, sich nach mehr als einem Jahrzehnt wieder einmal zu begegnen.
Da er noch kurz bei einer ähnlichen Veranstaltung in Oldenburg vorbeischauen wollte, hatte mein Cousin sein Kommen für ca. 11 Uhr angekündigt. Kurz vor elf teilte er mir per Handy mit, dass es wohl etwas später werden würde. Er habe ein kleines Problem mit der Servolenkung, dass er zuerst beheben müsse. "Ich melde mich dann nochmal, wenn ich in Rastede bin" schloß er unser Telefonat. "Hm, hoffentlich ist die Sache mit der Lenkung kein schlechtes Ohmen", dachte ich und wie sich später noch herausstellen sollte, behielt ich leider Recht.
Die Zeit bis zu seinem erneuten Anruf nutzte ich, um mich ausgiebig auf dem Kögel-Willms-Platz und an der Oldenburger Straße umzusehen.
Wäre ich ein Auto, würde in meinen Papieren als Tag der ersten Zulassung der 17. Juli 1953 stehen. So kannte ich viele der Fahrzeuge noch aus Kinder- und Jugendzeiten. In einem von ihnen ergab sich dann überraschend, eine Mitfahrgelegenheit bei einem Autokorso, der für die Gewinner der NWZ-Aktion "Mein erstes Auto" veranstaltet wurde. Der erste Vorsitzende des Old- & Youngtimer Clubs Rastede, Reinhard Spielvogel, lud mich ein, in einem VW Käfer, Baujahr 1966, an dem Korso teilzunehmen, um mit meiner Kamera ein paar Eindrücke von der Fahrt für den Club festzuhalten.
Wie alle Besitzer dieser Schmuckstücke auf Rädern hatte auch mein "Chauffeur" Björn Dickebohm aus Oldenburg, sein Fahrzeug in etlichen Arbeitsstunden liebevoll restauriert, sodass es heute "wie aus dem Laden" aussieht und sich ebenso fährt. Ein gelegentliches Ruckeln während Fahrt kommentierte Björn nur mit den Worten "Ach, das sind Kinderkrankheiten, die gehören irgendwie dazu." Recht hat er.
Auf einer Tour über Hankhausen, Loy, Ipwege, Wahnbek zurück nach Rastede konnte ich dann auch einige schöne Erinnerungen an diese nostalgische Rundfahrt einfangen.
Gleich nachdem wir nach Rastede zurückgekehrt waren, meldete sich auch mein Cousin erneut und sagte, dass er mich in Höhe des Marktplatzes erwarten würde. Die Wiedersehensfreude war groß und beim Anblick seines Autos bekam ich leuchtende Augen. Ein typischer amerikanischer Straßenkreuzer, tief schwarz, mit silber glänzendem Chrom, der in seiner Breite fast die gesamte Fahrbahnhälfte einnahm.
Vom Beifahrersitz aus - eigentlich muss man sagen, von einem der beiden Beifahrersitze, denn auch vorne haben bequem 3 Personen Platz - geleitete ich meinen Cousin zur Zufahrt in das Veranstaltungsgelände, das in Höhe der Kreuzung Bahnhofstraße - Oldenburger Straße lag. Nach der Anmeldung bewegten wir uns nun im Schritttempo über die Oldenburger Straße, wobei die große schwarze Limousine sofort die Blicke der Besucher auf sich zog. Ich war natürlich stolz, das vom Beifahrersitz aus miterleben zu können.
"Ich habe kaum noch Bremsdruck" stellte mein Cousin in Höhe der LzO plötzlich fest. Um niemanden zu gefährden, reduzierte er das Tempo noch weiter und so dauerte die Fahrt bis zum Kögel-Willms-Platz natürlich eine ganze Weile, was in dem Fall aber durchaus auch seinen Reiz hatte.
Nach der Zuweisung eines Stellplatzes auf dem Kögel-Willms-Platz begaben wir uns sofort auf die Suche nach der Ursache für die Bremsprobleme, konnten aber zunächst nichts feststellen, außer dass der Behälter für die Bremsflüssigkeit komplett leer war. Mein Cousin ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und gab bereitwillig Antwort auf die Fragen zahlreicher Besucher. "Wieviel verbraucht denn der?" war wohl die am häufigsten gestellte Frage. "Je nach Fahrweise ab 14,5 Liter aufwärts" lautete jedesmal die Antwort. Für einen Achtzylinder mit fast 7 Litern Hubraum., 340 PS und einem Gewicht von mehr als 2 Tonnen hätte ich sogar mehr erwartet.
Da ich in der Kögel-Willms-Straße wohne, entschlossen wir uns nach Ende der Veranstaltung, den Wagen vorsichtig zu mir nach Hause zu fahren, um der Ursache für den Verlust der Bremsflüssigkeit nun endgültig auf den Grund zu gehen. Alsbald stellten wir fest, dass in Höhe der Hinterachse eine Bremsleitung beschädigt war. An eine Rückfahrt mit eigener Kraft war also nicht zu denken und so konnte nur ein Pannendienst helfen.
Während des Telefonats mit dem ADAC stellte sich heraus, dass die Ausmaße des Fahrzeugs die Anforderung eines Spezialtransporters notwendig machten. Es dauerte dann einige Zeit, bis der Transporter vor unserem Haus eintraf.
"Aber beim nächsten mal bin ich trotzdem gerne wieder dabei", versprach mein Cousin, als wir uns verabschiedeten.
Auf das 4. Rasteder Oldtimertreffen freue ich mich nun ganz besonders.
Weit mehr als 600 Teilnehmer waren nach Angaben des Veranstalters gekommen und lockten bei geöffneten Geschäften und sommerlichen Temperaturen zudem mehrere Tausend Gäste aus nah und fern in den Ort.
Für mich bot die dritte Auflage dieser vom Old- & Youngtimer Club Rastede erneut perfekt organisierten Veranstaltung erstmals Gelegenheit, sie z. T. auch aus der Perspektive eines Teilnehmers erleben zu können.
Ein Cousin, der lange Zeit in Amerika gelebt hat und nun seinen Ruhestand in der Nähe von Worpswede verbringt, hatte seine Teilnahme angekündigt. Sein "Souvenir" aus den USA, ein BUICK Electra, Baujahr 1966, wollte er nun auch hier zeigen. Zudem war es für uns eine Gelegenheit, sich nach mehr als einem Jahrzehnt wieder einmal zu begegnen.
Da er noch kurz bei einer ähnlichen Veranstaltung in Oldenburg vorbeischauen wollte, hatte mein Cousin sein Kommen für ca. 11 Uhr angekündigt. Kurz vor elf teilte er mir per Handy mit, dass es wohl etwas später werden würde. Er habe ein kleines Problem mit der Servolenkung, dass er zuerst beheben müsse. "Ich melde mich dann nochmal, wenn ich in Rastede bin" schloß er unser Telefonat. "Hm, hoffentlich ist die Sache mit der Lenkung kein schlechtes Ohmen", dachte ich und wie sich später noch herausstellen sollte, behielt ich leider Recht.
Die Zeit bis zu seinem erneuten Anruf nutzte ich, um mich ausgiebig auf dem Kögel-Willms-Platz und an der Oldenburger Straße umzusehen.
Wäre ich ein Auto, würde in meinen Papieren als Tag der ersten Zulassung der 17. Juli 1953 stehen. So kannte ich viele der Fahrzeuge noch aus Kinder- und Jugendzeiten. In einem von ihnen ergab sich dann überraschend, eine Mitfahrgelegenheit bei einem Autokorso, der für die Gewinner der NWZ-Aktion "Mein erstes Auto" veranstaltet wurde. Der erste Vorsitzende des Old- & Youngtimer Clubs Rastede, Reinhard Spielvogel, lud mich ein, in einem VW Käfer, Baujahr 1966, an dem Korso teilzunehmen, um mit meiner Kamera ein paar Eindrücke von der Fahrt für den Club festzuhalten.
Wie alle Besitzer dieser Schmuckstücke auf Rädern hatte auch mein "Chauffeur" Björn Dickebohm aus Oldenburg, sein Fahrzeug in etlichen Arbeitsstunden liebevoll restauriert, sodass es heute "wie aus dem Laden" aussieht und sich ebenso fährt. Ein gelegentliches Ruckeln während Fahrt kommentierte Björn nur mit den Worten "Ach, das sind Kinderkrankheiten, die gehören irgendwie dazu." Recht hat er.
Auf einer Tour über Hankhausen, Loy, Ipwege, Wahnbek zurück nach Rastede konnte ich dann auch einige schöne Erinnerungen an diese nostalgische Rundfahrt einfangen.
Gleich nachdem wir nach Rastede zurückgekehrt waren, meldete sich auch mein Cousin erneut und sagte, dass er mich in Höhe des Marktplatzes erwarten würde. Die Wiedersehensfreude war groß und beim Anblick seines Autos bekam ich leuchtende Augen. Ein typischer amerikanischer Straßenkreuzer, tief schwarz, mit silber glänzendem Chrom, der in seiner Breite fast die gesamte Fahrbahnhälfte einnahm.
Vom Beifahrersitz aus - eigentlich muss man sagen, von einem der beiden Beifahrersitze, denn auch vorne haben bequem 3 Personen Platz - geleitete ich meinen Cousin zur Zufahrt in das Veranstaltungsgelände, das in Höhe der Kreuzung Bahnhofstraße - Oldenburger Straße lag. Nach der Anmeldung bewegten wir uns nun im Schritttempo über die Oldenburger Straße, wobei die große schwarze Limousine sofort die Blicke der Besucher auf sich zog. Ich war natürlich stolz, das vom Beifahrersitz aus miterleben zu können.
"Ich habe kaum noch Bremsdruck" stellte mein Cousin in Höhe der LzO plötzlich fest. Um niemanden zu gefährden, reduzierte er das Tempo noch weiter und so dauerte die Fahrt bis zum Kögel-Willms-Platz natürlich eine ganze Weile, was in dem Fall aber durchaus auch seinen Reiz hatte.
Nach der Zuweisung eines Stellplatzes auf dem Kögel-Willms-Platz begaben wir uns sofort auf die Suche nach der Ursache für die Bremsprobleme, konnten aber zunächst nichts feststellen, außer dass der Behälter für die Bremsflüssigkeit komplett leer war. Mein Cousin ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und gab bereitwillig Antwort auf die Fragen zahlreicher Besucher. "Wieviel verbraucht denn der?" war wohl die am häufigsten gestellte Frage. "Je nach Fahrweise ab 14,5 Liter aufwärts" lautete jedesmal die Antwort. Für einen Achtzylinder mit fast 7 Litern Hubraum., 340 PS und einem Gewicht von mehr als 2 Tonnen hätte ich sogar mehr erwartet.
Da ich in der Kögel-Willms-Straße wohne, entschlossen wir uns nach Ende der Veranstaltung, den Wagen vorsichtig zu mir nach Hause zu fahren, um der Ursache für den Verlust der Bremsflüssigkeit nun endgültig auf den Grund zu gehen. Alsbald stellten wir fest, dass in Höhe der Hinterachse eine Bremsleitung beschädigt war. An eine Rückfahrt mit eigener Kraft war also nicht zu denken und so konnte nur ein Pannendienst helfen.
Während des Telefonats mit dem ADAC stellte sich heraus, dass die Ausmaße des Fahrzeugs die Anforderung eines Spezialtransporters notwendig machten. Es dauerte dann einige Zeit, bis der Transporter vor unserem Haus eintraf.
"Aber beim nächsten mal bin ich trotzdem gerne wieder dabei", versprach mein Cousin, als wir uns verabschiedeten.
Auf das 4. Rasteder Oldtimertreffen freue ich mich nun ganz besonders.
Kommentar 3/3
-
BetreffDer Mann mit dem KofferDatum18.8.2009, 22:24 UhrAutorHolger RaßTextRichtig, das dürfte ich wohl gewesen sein. Mein Köfferchen mit Wechselobjektiven darf bei solchen Gelegenheiten natürlich nicht fehlen. Diesesmal habe ich allerdings eher im Reportagestil fotografiert. Für bewusste Bildgestaltung hatte ich an dem Tag irgendwie keine Ruhe. Ich werde in den nächsten Tagen wohl noch ein kleines Album hochladen.
Gruß Holger
Kommentar 2/3
-
BetreffOltimerDatum18.8.2009, 21:22 UhrAutorSilke LorenzText... vielen Dank für den ganz persönlichen Eindruck und Einblick in diese schöne Veranstaltung. Ich glaube, ich hatte Dich auch auf dem K.-W.-Platz gesehen mit einem silbernen Metallkoffer?
Gruß, Silke
Kommentar 1/3
-
BetreffOldtimerDatum17.8.2009, 19:57 UhrAutorJustin HibbelerTextWenn ich das richtig sehe, fuhren wir genau 2 Wagen vor euch (Bild oben). War echt ein toller Tag, auch schön dass man sich mal gesehen hat auf dem Platz.
Tipp der Woche
Autorenprofil
Aktuelle Alben
- Lade Alben ...
Anzeige
Kommentare
- Lade Kommentare ...
Forenbeiträge
- Lade Forenbeiträge ...
Druckausgaben
"Mein Rastede" auf Papier finden Sie hier.



